Glossar: Öffentliche Ausschreibungen
Willkommen im Tendium-Glossar für öffentliche Ausschreibungen. Hier finden Sie die wichtigsten deutschen Vergabebegriffe – einfach und verständlich erklärt. Suchen Sie nach einem Begriff oder klicken Sie sich durch die Kategorien.
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Verfahren
Documents
Legal
Evaluation
Qualification
Contracts
Stakeholders
Digital
Commercial
Absageschreiben
Die Mitteilung an unterlegene Bieter, warum ihr Angebot nicht zum Zug kommt.
Allgemeine Technische Vertragsbedingungen (ATV)
Die technischen Regeln der VOB/C, die Ausführung und Abrechnung einzelner Gewerke festlegen.
Alternativposition / Wahlposition
Eine Bedarfsoption im Leistungsverzeichnis, die der Auftraggeber nur bei Bedarf abruft.
Anforderungsfrist
Bis wann die Vergabeunterlagen angefordert werden können – dank E-Vergabe heute selten.
Angebot
Ihr verbindliches Angebot mit Leistung und Preis – nach Fristablauf gilt es.
Angebotsschreiben
Das formelle Schreiben zum Angebot mit Gesamtpreis und Erklärung zur Bindung.
Angebotsöffnung / Öffnungstermin
Der Moment, in dem die Vergabestelle alle Angebote öffnet und prüft, was eingegangen ist.
Angemessenheit des Angebots
Die Prüfung, ob Preis und Leistung eines Angebots in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
Aufhebung der Ausschreibung
Wenn das Verfahren ohne Zuschlag endet – nur mit sachlichem Grund zulässig.
Aufklärungsverhandlungen
Gespräche zur Klärung eines Angebots, die nicht zu Verhandlungen werden dürfen.
Auftragsarten
Ob Lieferung, Dienstleistung oder Bau: Die Auftragsart entscheidet über die Regeln.
Auftragsbekanntmachung
Der offizielle Startschuss: Hier erfahren Sie, was gesucht wird und wie Sie teilnehmen.
Auftragsvolumen / Auftragswert
Was der Auftrag insgesamt wert ist – und damit, welche Vergaberegeln gelten.
Auftragsänderung
Wie weit ein Vertrag nachträglich geändert werden darf, ohne neu auszuschreiben.
Ausführungsfrist
Bis wann die beauftragte Leistung fertig sein muss.
Auskömmlichkeit des Angebots
Wirkt ein Preis zu niedrig, müssen Sie erklären können, wie er zustande kommt.
Auslobungsverfahren
Ideen statt Angebote: Für die beste Lösung gibt es Preisgeld.
Ausschreibung
Wenn die öffentliche Hand Aufträge vergibt und Unternehmen zum Bieten einlädt.
Ausschreibungsarten
Öffentlich, beschränkt oder freihändig – die Wege, einen Auftrag auszuschreiben.
Ausschreibungsreife
Der Punkt, an dem Planung und Bedarf stehen und die Ausschreibung starten kann.
Ausschreibungsverfolgung
Neue, passende Ausschreibungen finden, bevor die Frist abläuft.
Außergewöhnlicher Aufwand
Wenn ein Auftrag deutlich mehr Arbeit verursacht als üblich – und das vergütet werden kann.
AVB Bau (Allgemeine Vertragsbedingungen Bau)
Zusätzliche Standardbedingungen für öffentliche Bauverträge neben der VOB/B.
Bauleistung / Bauauftrag
Bauen für die öffentliche Hand – mit eigenen Regeln nach der VOB.
Bedarfsposition / Eventualposition
Eine Position im Leistungsverzeichnis, die nur bei konkretem Bedarf ausgeführt wird.
Bedarfsträger
Die Abteilung, die weiß, was gebraucht wird, und den Bedarf beschreibt.
Bekanntmachungstext
Die Eckdaten des Auftrags auf einen Blick: was, wo, wann und wie viel.
Beschaffungscharakter
Nur wenn der Auftraggeber einen eigenen Bedarf deckt, greift das Vergaberecht.
Beschränkte Ausschreibung
Nur eingeladene Unternehmen dürfen bieten – im nationalen Bereich.
Besondere Vertragsbedingungen (BVB)
Vertragsregeln, die speziell für einen bestimmten Auftrag geschrieben werden.
Betriebsrisiko
Das Risiko, mit einer Konzession Geld zu verlieren – es trägt der Konzessionsnehmer.
Bewerbungsbedingungen
Was Sie einreichen müssen, wenn Sie sich um die Teilnahme bewerben.
Bewertungskriterien / Zuschlagskriterien
Woran Ihr Angebot gemessen wird – von Preis bis Qualität.
Bieter
Sie, sobald Ihr Unternehmen ein Angebot einreicht.
Bieterfrage(n)
Fragen zur Klärung der Vergabeunterlagen, deren Antworten alle Bieter erhalten.
Bietergemeinschaft
Gemeinsam bieten: Unternehmen bündeln Kräfte für Aufträge, die eines allein nicht schafft.
Bieterkonferenz
Ein Termin vor Ort oder online, um Fragen zum Auftrag direkt zu klären.
Bindefrist
Wie lange Sie an Ihr Angebot gebunden sind, während der Auftraggeber prüft.
Bundesgerichtshof (Vergabe)
Das oberste Zivilgericht, das nur entscheidet, wenn Oberlandesgerichte uneins sind.
Bundeshaushaltsordnung (BHO)
Das Gesetz zur Haushaltsführung des Bundes und Grundlage der Unterschwellenvergabe.
Bürgschaft
Eine Garantie, meist von einer Bank, dass Sie den Vertrag erfüllen.
CPV-Codes
EU-weite Codes, die Auftragsgegenstände eindeutig einordnen und auffindbar machen.
Daseinsvorsorge
Grundlegende öffentliche Leistungen wie Wasser, Entsorgung und Nahverkehr.
Deutscher Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen (DVA)
Das Gremium, das die Regeln für Bauvergaben schreibt.
Dienstleistungsauftrag
Aufträge über Leistungen wie Beratung, Reinigung oder IT-Betrieb.
Dienstleistungskonzession
Das Recht, eine Dienstleistung zu betreiben und daran zu verdienen.
Digitale Angebotsabgabe
Ihr Angebot online über die Vergabeplattform einreichen – rechtzeitig vor Fristende.
Direktvergabe
Für Kleinstbeträge: einkaufen ohne förmliches Verfahren, aber wirtschaftlich und sparsam.
Doppelausschreibung
Wenn derselbe Auftrag mehrfach ausgeschrieben wird.
Dynamisches Beschaffungssystem
Ein offenes elektronisches System für Standardbedarf, dem Sie jederzeit beitreten können.
eCertis
Hier sehen Sie, welche Nachweise in anderen EU-Ländern anerkannt werden.
Eigenerklärung
Sie bestätigen selbst, dass Sie die Anforderungen erfüllen – Nachweise folgen bei Bedarf.
Eignungskriterien
Was Sie mitbringen müssen, um mitbieten zu dürfen: Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit.
Eignungsleihe
Wenn Ihnen etwas fehlt, können Sie die Kapazitäten eines Partners einbringen.
Eignungsnachweis(e)
Die Unterlagen, die zeigen, dass Sie den Auftrag stemmen können.
Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)
Das EU-Standardformular, mit dem Bieter ihre Eignung vorläufig bestätigen.
Einkaufsgemeinschaft
Öffentliche Auftraggeber, die gemeinsam einkaufen, um bessere Konditionen zu erzielen.
Einstufiges Vergabeverfahren
Direkt bieten, ohne vorherige Bewerbungsrunde.
Elektronische Auktion
Ein elektronisches Verfahren, in dem Bieter ihre Angebote in Echtzeit verbessern.
Elektronische Signatur
Die digitale Unterschrift, die Ihr elektronisches Angebot rechtsgültig macht.
Entgeltlicher Vertrag / Entgeltlichkeit
Leistung gegen Bezahlung – die Grundlage jedes öffentlichen Auftrags.
Ergänzungsmeldung
Eine Korrektur oder Ergänzung zu einer bereits veröffentlichten Bekanntmachung.
EU-Supplement
Wo europaweite Ausschreibungen offiziell erscheinen – heute online auf TED.
Europäische Ausschreibung
Große Aufträge, die in ganz Europa bekannt gemacht werden müssen.
EVB-IT
Standardverträge, die der öffentlichen Hand den Einkauf von IT erleichtern.
eVergabe / E-Vergabe
Ausschreibungen komplett digital – von der Bekanntmachung bis zur Angebotsabgabe.
Ex-Post-Transparenz / Zuschlagsbekanntmachung
Die öffentliche Bekanntgabe, wer den Auftrag erhalten hat.
Fachlosvergabe
Getrennte Lose pro Gewerk, damit auch spezialisierte Betriebe zum Zug kommen.
Fehlende Bieterangaben
Fehlende Pflichtangaben im Angebot, die zum Ausschluss führen können.
Formblatt 124
Das Formular, mit dem Bauunternehmen ihre Eignung selbst erklären.
Freihändige Vergabe
Ein nationales Verfahren, in dem der Auftraggeber mit ausgewählten Unternehmen verhandelt.
Fristen im Vergabeverfahren
Der Fristenkalender eines Verfahrens – von der Bewerbung bis zum Zuschlag.
Funktionale Leistungsbeschreibung
Der Auftraggeber beschreibt das Ziel, Sie liefern den Weg dorthin.
Gebietskörperschaft(en)
Bund, Länder und Kommunen als öffentliche Auftraggeber.
Geheimhaltung
Was im Verfahren vertraulich ist, bleibt vertraulich.
Geheimwettbewerb
Kein Bieter darf wissen, was die anderen anbieten.
Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen (GAEB)
Das Gremium hinter den GAEB-Dateiformaten für Leistungsverzeichnisse.
Generalplaner
Ein Planungsbüro, das die gesamte Planung aus einer Hand liefert.
Generalunternehmer
Ein Bauunternehmen, das alles aus einer Hand liefert und Teile an Nachunternehmer gibt.
Generalübernehmer
Ein Unternehmen, das das gesamte Projekt steuert, aber selbst nicht baut.
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
Das Gesetz mit den Grundregeln für Vergaben ab den EU-Schwellenwerten.
Gewerk(e)
Ein Handwerksbereich am Bau, etwa Elektro, Sanitär oder Maler.
Gleichbehandlungsgrundsatz
Alle Bieter müssen gleich und zu gleichen Bedingungen behandelt werden.
Hauptangebot
Ihr Angebot auf genau die Lösung, die der Auftraggeber beschrieben hat.
Hauptausschuss Allgemeines (HAA)
Der Teil des DVA, der sich um allgemeine VOB-Themen kümmert.
Hauptausschuss Hochbau (HAH)
Der Teil des DVA, der die Regeln für den Hochbau betreut.
Hauptausschuss Tiefbau (HAT)
Der Teil des DVA, der die Regeln für den Tiefbau betreut.
Hauptausschuss VOF
Ein Gremium aus der VOF-Zeit, das heute keine Rolle mehr spielt.
Haushaltsrecht
Die Wurzel des Vergaberechts: die Regeln zum Umgang mit öffentlichem Geld.
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)
Der Maßstab für Honorare von Architekten und Ingenieuren.
Innovationspartnerschaft
Ein Verfahren, um noch nicht verfügbare Lösungen zu entwickeln und anschließend zu beschaffen.
Interessenbekundung
Signalisieren Sie Interesse an einem Auftrag – ganz ohne Verpflichtung.
Interessenbekundungsverfahren
Der Auftraggeber testet vorab, ob Unternehmen Interesse am Auftrag haben.
IT-Sicherheitskonzept
Das Dokument zu den Maßnahmen der Informationssicherheit, das in IT-Ausschreibungen gefordert wird.
Juristische Person des öffentlichen/privaten Rechts
Ein Rechtsträger, der bei Staatsnähe selbst öffentlicher Auftraggeber sein kann.
Kartellrecht
Regeln für fairen Wettbewerb, die auch Bieterabsprachen verbieten.
Kartellvergaberecht
Die Regeln im GWB für große Aufträge oberhalb der EU-Schwellenwerte.
Kaskadenprinzip
Der Stufenaufbau des Vergaberechts vom GWB über die Verordnungen bis zur VOB.
Konzession
Statt eines Entgelts erhält der Partner das Recht, Bau oder Dienstleistung zu verwerten.
Konzessionsgeber
Wer das Recht zur Nutzung einer Bau- oder Dienstleistung an einen Konzessionsnehmer überträgt.
Konzessionsnehmer
Wer eine Konzession erhält, betreibt sie auf eigenes Risiko.
Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV)
Das Regelwerk, wie Konzessionen vergeben werden.
Korruptionsprävention
Damit öffentliche Aufträge sauber bleiben: Schutz vor Bestechung und Vetternwirtschaft.
Leistungsbeschreibung
Was genau gebraucht wird – der Maßstab für jedes Angebot.
Leistungsbeschreibung mit Leistungsprogramm
Das Ziel ist vorgegeben, den Lösungsweg wählen Sie.
Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis
Jede Leistung einzeln aufgeführt, damit alle Angebote vergleichbar sind.
Leistungsverzeichnis (LV)
Das Herzstück vieler Bauangebote: alle Positionen mit Mengen, die Sie bepreisen.
Lieferauftrag
Aufträge, bei denen Sie Waren verkaufen, vermieten oder verleasen.
Lieferfrist
Bis wann die bestellte Ware da sein muss.
Lose / Losvergabe / Losaufteilung
Die Aufteilung eines Auftrags in Lose, damit auch kleinere Unternehmen mitbieten können.
Markterkundung
Gespräche mit dem Markt vor der Ausschreibung – Ihre Chance, Einfluss zu nehmen.
Mischkalkulation
Wer Preise zwischen Positionen verschiebt, riskiert den Ausschluss.
Mittelständische Interessen
Kleine und mittlere Unternehmen sollen fair zum Zug kommen, etwa durch kleinere Lose.
Nachforderung
Fehlt etwas im Angebot, kann der Auftraggeber eine Frist zum Nachreichen setzen.
Nachhaltige Beschaffung
Wenn Umwelt und soziale Kriterien bei der Vergabe mitzählen.
Nachprüfungsantrag
Der Weg zur Vergabekammer, wenn Sie einen Vergabefehler vermuten.
Nachprüfungsinstanz
Die Stellen, die Vergabeentscheidungen oberhalb der Schwellenwerte überprüfen.
Nachprüfungsverfahren
Wenn Sie eine Vergabe für fehlerhaft halten: die Prüfung durch die Vergabekammer.
Nachunternehmer
Ein Partner, der Teile Ihres Auftrags ausführt – Sie bleiben verantwortlich.
Nachweisliste
Die Checkliste aller Nachweise, die Ihrem Angebot beiliegen müssen.
Nebenangebot
Ihr eigener Lösungsvorschlag neben dem Hauptangebot – sofern zugelassen.
Nicht-offenes Verfahren
Erst bewerben, dann bieten: Nur ausgewählte Unternehmen kommen in die Angebotsphase.
Nichtdiskriminierung
Bieter dürfen nicht aus sachfremden Gründen benachteiligt werden, etwa wegen Herkunft.
NUTS / NUTS-Code
EU-Codes, die Regionen einheitlich kennzeichnen.
Oberschwellenvergabe
Große Aufträge, für die das strenge EU-Vergaberecht gilt.
Open-House-Modell / Open-House-Verträge
Jedes geeignete Unternehmen kann zu festen Konditionen beitreten – ohne Auswahl.
Parallelausschreibung
Wenn derselbe Bedarf gleichzeitig in mehreren Verfahren ausgeschrieben wird.
Planungswettbewerb
Ein Wettbewerb, bei dem die beste Planungsidee gesucht wird.
Preisblatt
Das Formular, in dem Sie Ihre Preise eintragen.
Preisspiegel
Alle Angebotspreise nebeneinander, damit der Vergleich transparent ist.
Projektant
Wer die Planung eines Vorhabens erstellt hat und sich später selbst bewerben möchte.
Präqualifizierung
Einmal geprüft, mehrfach nutzen: die vorab bestätigte Eignung.
Präqualifizierung für Bauaufträge (PQ-VOB)
Präqualifizierung für Bauunternehmen, die Nachweise in Verfahren spart.
Rahmenvereinbarung
Feste Konditionen für künftige Abrufe – ohne jedes Mal neu auszuschreiben.
Rechtsmittelverfahren
Ihre Möglichkeiten, sich gegen Vergabeentscheidungen zu wehren.
Schwellenwerte
Ab hier wird europaweit ausgeschrieben – darunter gilt nationales Recht.
Sektorenauftraggeber
Auftraggeber aus Wasser, Energie oder Verkehr mit eigenen Vergaberegeln.
Sektorentätigkeit
Tätigkeiten in Wasser, Energie oder Verkehr, für die besondere Vergaberegeln gelten.
Sektorenverordnung (SektVO)
Die Regeln für Vergaben in Wasser, Energie und Verkehr.
Semantische Suche
Findet passende Ausschreibungen auch, wenn sie andere Begriffe verwenden.
Service Level Agreement (SLA)
Die messbaren Zusagen zu Verfügbarkeit, Reaktionszeit und Qualität.
Soziale und andere besondere Dienstleistungen
Gesundheits-, Sozial- und ähnliche Dienstleistungen mit vereinfachten Vergaberegeln.
Sperrvermerk
So kennzeichnen Sie Geschäftsgeheimnisse in Ihrem Angebot.
Submissionsergebnis
Wer hat geboten und zu welchem Preis – das Ergebnis der Angebotsöffnung.
Submissionsprotokoll
Das Protokoll, das die Angebotsöffnung offiziell festhält.
Submissionstermin
Der Termin, an dem die Angebote geöffnet werden.
Suchprofil
Einmal einrichten, und passende Ausschreibungen kommen automatisch zu Ihnen.
Teilaufhebung einer Ausschreibung
Wenn nur ein Teil des Verfahrens, etwa ein Los, gestoppt wird.
Teilnahmeantrag
Ihre Bewerbung für die Angebotsphase eines zweistufigen Verfahrens.
Teilnahmeentscheidung
Die Entscheidung, ob sich die Teilnahme an einer Ausschreibung lohnt.
Teilnahmewettbewerb
Die Bewerbungsrunde, in der entschieden wird, wer ein Angebot abgeben darf.
Tenders Electronic Daily (TED)
Wo Sie europaweite Ausschreibungen aus allen EU-Ländern finden.
Toolhopping
Zeitfresser im Vertrieb: ständig zwischen Portalen und Tools wechseln.
Transparenzgebot
Der Grundsatz, dass Auftraggeber ihre Entscheidungen nachvollziehbar und offen machen müssen.
Unterangebot
Ein Kampfpreis, der den Wettbewerb verzerrt und zum Ausschluss führen kann.
Unterschwellenvergabe
Kleinere Aufträge, für die nationale und landesrechtliche Regeln gelten.
Unterschwelliger Auftragswert
Wenn der Auftrag unter den EU-Schwellenwerten bleibt, gelten nationale Regeln.
Unverhältnismäßiger Aufwand
Wenn sich der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen nicht lohnt.
Unvollständiges Angebot
Fehlen Unterlagen, droht der Ausschluss – oder eine Nachforderung.
Unzulässige Abreden
Heimliche Absprachen unter Bietern, etwa über Preise – führen zum Ausschluss.
Verdingungsordnung
So hießen die Vergabeordnungen früher – heute ein historischer Begriff.
Verdingungsunterlagen
Ein veralteter Begriff für die heutigen Vergabeunterlagen.
Verfahrensarten
Von offen bis Verhandlung: die verschiedenen Verfahren im Überblick.
Verfügbarkeitserklärung
Die Zusage eines Partners, dass seine Ressourcen Ihnen zur Verfügung stehen.
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
Die VOB: das Regelwerk für öffentliche Bauaufträge von der Vergabe bis zur Ausführung.
Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL)
Die frühere VOL, heute weitgehend durch VgV und UVgO ersetzt.
Vergabebeauftragter
Die Person, die einzelne Vergabeverfahren operativ durchführt.
Vergabebekanntmachung
Hier informiert die Vergabestelle öffentlich über laufende und vergebene Aufträge.
Vergabehandbücher (VHB)
Praktische Handbücher mit Formularen und Vorgaben von Bund und Ländern.
Vergabekoordinator
Wer intern alle Vergabeverfahren im Blick behält.
Vergabekoordinierungsrichtlinie
Eine frühere EU-Richtlinie, die Vergabeverfahren in Europa angeglichen hat.
Vergabemarktplatz
Ein Online-Marktplatz der Länder, auf dem Sie Ausschreibungen finden und bieten können.
Vergabemeldung
Statistische Angaben, die nach Abschluss eines Verfahrens gemeldet werden.
Vergabeordnung
VgV, UVgO, VOB/A und Co.: die Verordnungen, die den Ablauf einer Vergabe bestimmen.
Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF)
Die alte VOF für Architekten, Ingenieure und Berater – heute Teil der VgV.
Vergabeplattform
Die Plattform, über die Sie Unterlagen abrufen und Ihr Angebot abgeben.
Vergabeportal
Ihr Zugang zu Ausschreibungen: suchen, Unterlagen laden und Angebote abgeben.
Vergaberecht
Das Regelwerk dafür, wie die öffentliche Hand Aufträge vergibt.
Vergabereife
Wenn alles bereit ist, um ein Verfahren zu starten.
Vergabestelle
Die Stelle eines Auftraggebers, die Vergabeverfahren durchführt.
Vergabeunterlagen
Alles, was Sie für Ihr Angebot brauchen: Leistungsbeschreibung, Bedingungen, Formulare.
Vergabeverfahren
Wie eine Vergabe Schritt für Schritt abläuft, bis der Zuschlag erteilt ist.
Vergabevermerk
Das laufende Protokoll, das jede Entscheidung im Verfahren festhält.
Vergabeverordnung (VgV)
Die wichtigste Verordnung für EU-weite Liefer- und Dienstleistungsvergaben.
Vergebene Aufträge
Bereits vergebene Aufträge – wertvoll, um Markt und Wettbewerb zu verstehen.
Verhandlungsverfahren
Hier darf nachverhandelt werden – über Preis, Leistung und Bedingungen.
Verhältnismäßigkeit
Anforderungen müssen zum Auftrag passen – nicht mehr, als nötig ist.
Verpflichtungserklärung
Die verbindliche Zusage eines Partners, Ihnen Kapazitäten bereitzustellen.
Versicherungsnachweis
Belege für Ihre Versicherungen, oft Teil des Eignungsnachweises.
Vertraulichkeitserklärung
Eine Unterschrift, mit der Sie zusagen, Verfahrensinformationen vertraulich zu behandeln.
Vorabinformation / Vorinformation
Ein Hinweis auf geplante Aufträge – Ihr Frühwarnsystem.
Wertungsbericht
Die Dokumentation, warum welches Angebot gewonnen hat.
Wertungsstufen
Die Prüfreihenfolge: erst Formalien, dann Eignung, dann Preis und Leistung.
Wettbewerb (Vergabegrundsatz)
Der Grundsatz, dass Aufträge im fairen Wettbewerb vergeben werden.
Wettbewerblicher Dialog
Ein Verfahren für komplexe Aufträge, bei dem Lösungen im Dialog mit Bietern entwickelt werden.
Wirtschaftlich günstigstes Angebot (MEAT)
Das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis – nicht zwingend das billigste.
Wirtschaftlichkeitsprinzip
Der Grundsatz, öffentliche Mittel wirtschaftlich und sparsam einzusetzen.
XVergabe
Der Standard, mit dem Vergabeplattformen Daten austauschen.
Zeitvertrag
Ein Rahmen für regelmäßig wiederkehrende Arbeiten, etwa Wartung oder Reinigung.
Zentrale Beschaffungsstelle
Eine Einkaufsstelle für viele Auftraggeber – ein Zugang zu vielen Kunden.
Zuschlag
Die Entscheidung, wer den Auftrag bekommt.
Zuschlagsfrist
Bis wann der Auftraggeber den Zuschlag erteilen muss.
Zuschlagskriterien
Was am Ende über den Gewinner entscheidet, von Preis bis Qualität.
Zuschlagsschreiben
Die gute Nachricht: Ihr Angebot hat gewonnen.
Zweistufiges Vergabeverfahren
Erst die Bewerbung, dann – bei Auswahl – das Angebot.
Öffentliche Ausschreibung
Das nationale Standardverfahren, bei dem jedes Unternehmen bieten kann.
Öffentlicher Auftrag
Ein entgeltlicher Vertrag über die Beschaffung von Liefer-, Bau- oder Dienstleistungen.
Öffentlicher Auftraggeber
Wer öffentliche Gelder ausgibt und deshalb ausschreiben muss – von der Kommune bis zum Bund.
